Fotografie

Smartphone, Kompakt oder Spiegelreflex

Welche Aufnahme für welche Verwendung - Ist die Art der Kamera wirklich entscheidend?

Smartphone

Die Wahl der richtigen Kamera ist auch immer ein Qual und vielmals auch den Umständen geschuldet, die richtige Kamera nicht dabei zu haben. Es ist bestimmt schon dem Einen oder Anderen so ergangen wie mir. Im Moment in dem sich die Möglichkeit ergibt ein schönes Bild (Moment) festzuhalten, hat man wieder nur das Smartphone an Mann – und damit wird es wieder mal nur ein Schnappschuss.

Moment hier muss ich einen kleinen Einspruch leisten, denn hier gibt es professionell gesehen eine Trennung, nämlich die Trennung in der Art der späteren Verwendung, denn für Bilder für die nur ein geringer Anspruch vorliegt, z.B. Social Media, E-Mail, MMS, Webseite, Blog und Co. sind die Bilder vollkommen ok und mit zunehmender Kameratechnik (dual-camera etc.) auch qualitativ wertig.

Wir selbst verwenden Smartphone-Bilder für unseren jährlichen Familienkalender und da dieser oft kleiner als A4 ist, ist diese Verwendung auch vertretbar. Jetzt mag der Profi unter uns sagen niemals unter 300 dpi im Druck, meine unterste Grenze liegt übrigens bei 150 dpi, denn meiner Meinung nach sind die Unterschiede mit dem bloßem Auge unter normaler Betrachtungsweise, also so wie der „Kunde“ es sieht, nicht zu erkennen und wenn ich Bilder im Postkartenformat drucken möchte, ja dann kann man das ruhig auch mal mit 72 dpi machen. Hier Beispiele Smartphone-Bilder, die ich so auch drucken lassen würde.

Ein Vorteil wäre noch zu erwähnen, man kann die Bilder unmittelbar bearbeiten, was mit den meisten Kameras nicht geht. Als Nachteil kann man festhalten und das kann ich nur untermauern – es gibt schlichtweg kein Smartphone (und ich habe so einige getestet), welches bei schlechten Lichtverhältnissen nahe zu „rauschfreie“ Bilder macht, dass ist selbst mit einer sehr guten Kompakt- oder Spiegelreflexkamera ohne entsprechender Sensorgröße und Objektiv nicht möglich.

Kompaktkameras

Ja da trennt sich die Spreu vom Weizen, denn hier kann man so richtig danebengreifen. Denn in dem Bereich der preiswerten Kompakten rate ich lieber zu einem besseren Smartphone (Samsung-, Sony-Sensor), meine Gründe dafür sind

  1. das passt in jede Tasche
  2. man hat es fast immer dabei
  3. Qualitäten auf gleichen Niveau

Es gibt bei den preiswerten nur zwei Vorteile:

  1. Wechselspeicher >32 GB keine Seltenheit
  2. Objektive mit physikalischem Zoom

und die 2 vielleicht sind es auch drei, denn der Blitz ist allein durch die Größe oftmals effektiver, überwiegen meiner Meinung nach immer noch nicht. Jetzt aber, zu den mittelpreisigen, d.h. über 100,-EUR dort gibt es so kleine kompakte „Leckerbissen“ mit denen man auf jeden Fall was anfangen kann. Als Beispiel hier ein paar Bilder mit meiner Fuji Finepix F30

Die Nacht-Aufnahmen sind im manuellem Modus, d.h. Blende und Belichtungszeit sind verstellbar, entstanden und das ist auch schon der entscheidende Vorteil gegenüber einem Smartphone wo das s.o. nicht funktioniert. Übrigens sollte man immer, egal ob Smartphone, Komakt-, oder (D)SLR für eine feste Position sorgen, in dem man die Kamera z.B. auf den Boden stellt und den Selbstauslöser verwendet. Noch besser ist natürlich ein Stativ, aber auch hier den Selbstauslöser verwenden.

So – und dann gibt es die hochpreisigen Kompaktkameras – mein Favorit ist hier ganz klar die Sony RX 100. Ganz klar über den Preis brauch man nicht reden (in der Regel um 400,-EUR) aber die kann (hat) was, was selbst einige DSLR’s nicht haben – eine 1″ (25.4mm) großen CCD-Sensor – damit kommt ein gutes Stück näher an das Kleinbildformat der Analogkamera, ihr erinnert euch vielleicht 36x24mm (Dias) und das sieht und merkt man. Die Bilder der DSC-RX 100 stecken die meiner kleinen DSLR Canon EOS 1000D (trotz guter Objektive) in die Tasche – bei guter bis mäßiger Beleuchtung – denn und jetzt kommt die Stärke der DSLR durch die Möglichkeit die verschiedensten Objektive verwenden zu können, hat man die unschlagbare Macht auf sämtliche Situationen reagieren zu können und die Verschlusszeiten einer Spiegelreflex-Kamera bekommt kaum eine andere Kamera hin, wenn man den Verschlusszeiten von 1/10000 braucht. Aber wie sagt man so schön ein Bild sagt mehr als….. hier mal paar Bilder Sony RX 100 vs. Canon EOS 1000 D

 

Fazit

Jede Kamera hat seine Berechtigung und ich kann keinen Einwand geben gegen die Verwendung der geschossenen Bilder auch im professionelle Bereich, denn es kommt wie schon erwähnt auf den Betrachter und das Medium (Print, Digital) an. Prinzipiell fängt ja der Fotograf das Bild ein und die Kamera formt es unter gegebenen Möglichkeiten. Mit anderen Worten – Wenn es dem Fotografen nicht gelingt die Emotionen zu sehen, die das Bild transportieren soll, dann hilft auch nicht die beste Technik. Nachfolgend ein paar Empfehlungen von mir unter welchen Aspekten ich welche Kamera verwenden würde:

  • Smartphone – schneller Schnappschuss mit niedrig-mittlerer Qualität (bezogen auf Print) die Überallkamera zum weiterleiten von Bildern vorwiegend Online-Fotos (72 dpi)
  • Kompaktkamera – mittlere bis gute Qualität für Print und digital, dabei kann man sagen je kompakter und preiswerter um so minderer die Ergebnisse – mehr Einstellungsmöglichkeiten gegenüber Smartphone (Blend / Verschluss) mit Stativ verwendbar – also wenn sie in die Hosentasche passen würde die eigentliche must have mit immer dabei Kamera
  • Spiegelreflexkamera – unverzichtbar im Studio und für Bilder im professionellen Bereich (das heißt für hauptberufliche Fotografen) da meine ich Pressebilder, Leinwände, Poster …

über

Hallo, mein Name ist Frank Gärber-Lange, doch fast Alle sagen "Herr Lange" zu mir. Ich bin nebenbruflicher Mediengestalter unter den Namen "arteffekt" und leidenschaftlicher Handwerker und Werterhalter.